Region Punskas

►►►

 

Geschichte im Überblick

Die Spuren der ersten Bewohner in der Region Punskas entstanden 10.000 Jahre v. Chr. In der Zeit des frühen Mittelalters wohnten in diesem Land die Jotwingen. Ihr Erbe ist der Burghügel in Egline (9 km nördlich von Punskas).

Die Jotwingen blieben hier bis zum 13. Jh., als sie von den Kreuzrittern besiegt wurden. Danach wuchs hier eine lange Zeit nur der Wald, dessen Kolonisierung im 15. Jh. von den Litauern, Polen und Russen begonnen wurde. Aus so einer Völker-Mischung blieben hier am meisten Litauer und Polen.

In den alten Dokumenten wird Punskas 1559 erwähnt. Der Mazowiener Stanislaw Zaliwski gründete hier ein Städtchen mit einer Pfarrkirche. 1606 wird Punskas als Stadt bezeichnet. Die Zeit war für Punskas sehr bedeutend, die Stadt hatte eine Möglichkeit, sich zu entwickeln, es gab eine Schule und ein Krankenhaus. Leider wurde Punskas, infolge der Pest zerstört, negativ wirkten auf die Stadt auch die Teilungen Polens: sie fiel Preußen zu und später Russland. Die wirtschaftliche Situation des Städtchens verschlechterte sich stark, demzufolge wurde im 18. Jh. von Punskas das Stadtrecht aufgegeben.

Später (in der Zwischenkriegszeit) hat Punskas wieder angefangen, sich langsam zu etwickeln: es gab verschiedene Vereinigungen, eine Buchhandlung, einen Lesesaal und eine Schule. Zu jener Zeit wohnten in Punskas vor allem Juden. Das beweisen die erhalten gebliebenen alten jüdischen Gebäude sowie der Jüdische Friedhof. Da müssen auch die deutschen Protestanten gewohnt haben, ihre Friedhöfe befin-den sich in Punskas und in Paliunai.
Heutzutage wird Punskas von den Einheimischen Städt-chen genannt, obwohl es kein Stadtrecht wiedererlangt hat.

Zur selben Zeit (1559) wird sowohl Punskas, als auch der Ort Seivai erwähnt, das ehemalige, von den Schultheißen gegründete Landgut. Die Gutsgebäude blieben bis heute erhalten. Am Landgut liegt ein See, „Seivu“ genannt. Auf dem See befindet sich eine Insel, wo einst, den Erzählungen der alten Leute nach, ein Schloss gestanden haben soll. Am Grund des Sees (von Vaitakiemis aus gesehen) liegt ein riesiger Stein, dessen Spitze aus dem Wasser herausragt (etwa 2 m tief). In der Nähe von Seivai liegt auch der See „Boksio“.

Zur Gemeinde Punskas gehört auch der Ort Smalenai, der 1642 als kleines Landgut bezeichnet und seit dem 18. Jh. Kirchdorf genannt wird. Der Name stammt von dem Wort „smaliokai“ (das sind die einheimischen Teerbrenner). Der Landbesitzer Habermann wollte, nachdem er Smalenai gekauft hat, diesen Ort zur Stadt machen, versuchte einen Tuchbetrieb zu eröffnen, ließ eine Kirche und ein Kloster erbauen. Zur Stadt wurde der Ort Smalenai jedoch nicht.
Die anderen Dörfer der Gemeinde Punskas gründeten sich ungefähr im 16.-17. Jh. Zu erwähnen ist das Dorf Egline mit dem Burghügel der Jotwinger; weiter Kreivenai, wo das Denkmal für den Bücherträger P. Matulevicius steht, Trakiðkes mit dem noch vom Zaren errichteten Bahnhof, Giluisiai, wo sich in dem dicht an diesem Dorf liegendem Wald „Giluisgiris“ der Hügel „Barsukalnis“ (Dachshügel) befindet. Die Benennung des Hügels stammt daher, dass es an diesem Standort viele Dachsbaue gab. Auf dem Hügel stand eine kleine Kapelle, wo die Leute beteten und Opfer für die Kirche brachten. Es wird vermutet, dass vor Jahren hier die heidnische Kultstätte gewesen sein muss, an der das heilige Feuer brannte und die Götter verehrt wurden.

Die Museen, Geschichts- und Kulturdenkmäler

Sehenswertes in Punskas:

Das Freilichtmuseum. Es ist ein Bauernhof aus dem 19./20. Jh., der einen halben Kilometer von Punskas, links am Weg Richtung Seinai steht. Auf dem Bauernhof befindet sich ein Wohnhaus, eine Scheune, ein Stall, ein Speicher und ein Ziehbrunnen. In allen Gebäuden gibt es Exponate aus den erwähnten Jahrhunderten, wie altertümliche Haushalts- und Landwirtschaftsgeräte. Im Freilichtmuseum finden Konzerte und Scheunentheaterfestivals statt.

Die neugothische Maria-Himmelfahrts-Kirche ist das dritte Gotteshaus, das an dieser Stelle errichtet worden ist. 1597 wurde eine hölzerne Kirche erbaut. Nach dem Brand 1772 wurde sie 1868 durch eine neue, ebenfalls hölzerne Kirche ersetzt. Der Bau des heutigen Gotteshauses wurde 1881 abgeschlossen. Es wurde aus Back- und Feldsteinen errichtet und nicht verputzt. Die Kirche gliedert sich in drei Schiffe. Sie hat zwei Türme von 35 m Höhe. Im linken Turm wurden 3 Glocken befestigt. Das Innere und die Decke der Kirche wurden mit litauischen Ornamenten geschmückt. Das Gotteshaus hat 5 Altäre. Im Zentrum des eichenen Hauptaltars befindet sich die Skulptur des Christus am Kreuz, weiterhin die Skulpturen der Jungfrau Maria, des St. Johannes und der St. Magdalena. In der Kirche findet man auch zahlreiche Statuen anderer Heiliger, hängen viele Bilder, gibt es Glasfenster, interessante litauische Fahnen sowie eine klangvolle Orgel.

Das Ethnographische Museum in Punskas wurde 1979 von Juozas Vaina gegründet. Seit 1968 hat er über 2000 Exponate gesammelt und beschrieben. Die meisten stammen aus dem Anfang des 20. Jh. Das Museum zeigt die Exponate der Gegenstandskultur dieses Landes sowie eine Ausstellung, die das frühere Alltagsleben und die Arbeiten der Bäuerinnen darstellt. Es gibt hier auch eine große und interessante Münzsammlung, Schriftdenkmäler sowie einen Gedenksaal für die litauischen Flugzeugführer Darius und Girenas. Das Museum befindet sich im litauischen Kulturhaus (weiter LK) in Punskas.

Das Historische Museum in Punskas wurde auf Initiative von Sitarskiai und dem damaligen Gemeindevorsteher R. Vitkauskas gegründet. Das Museum befindet sich im Gebäude der Ambulanz in Punskas und wird von J. S. Paransevicius geführt. Hier werden zwei Ausstellungen gezeigt, und zwar die archäologische, die den Jotwingen gewidmet ist und die der litauischen Druckwerke, die in Suvalkai, Seinai und Punskas verlegt wurden.

Seit 1995 gibt es eine Museumsgalerie im alten Pfarrhaus in Punskas. Hier, im hundertjährigen hölzernen Gebäude, das sich in der Nähe der Kirche befindet, wurde eine Ausstellung von A. Vaicekauskiene eröffnet. Sie zeigt folgende Exponate: altertümliche Haushaltsgeräte, Möbel, Gewebe, Bänder, Ton- und Keramikgeschirr, Schnitz- und Schmiedarbeiten, eine Ostereier-Sammlung, zum Fest Mariä Himmelfahrt angefertigte Kränze, „Ziergärten“ aus Stroh, u.a.

Die Kirche St. Isidor und das Kloster in Smalenai wurden gleichzeitig 1839 auf Initiative des Landbesitzers Habermann erbaut. Seit 1897 ist das Gotteshaus Pfarrkirche. Es ist eine Feldsteinkirche, verputzt, einschiffig mit einem Turm (14 m hoch). Sie hat drei Altäre. Im Hauptaltar befindet sich die Skulptur des gekreuzigten Christus. Im Kirchenhof steht die 1846 errichtete Kapelle, in deren Kellergeschoss die Gruft der Familie Habermann ist.

Andere sehenswerte Orte:

Kampuoèiai. Gedenkstein, der an die Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit (11. 03. 1990) erinnert. Um ihn herum wachsen Eichen als Symbol der Freiheit. Eine Eiche wurde zum Gedenken an Papst Johannes Paul II gepflanzt.

Kreivenai. Granit-Gedenkstein für den Bücherträger P. Matulevicius, der in der Zeit des Druckverbotes litauischer Bücher (1864-1904) aktiv war.

Punskas. Denkmal an der Kirche für die litauischen Partisanen, die gegen die Sowjets für die Freiheit Litauens gekämpft haben.

Punskas, Mickevièiaus g. Gedenkstein zum 400-jährigen Stadtjubiläum.

Punskas. Denkmal am See „Punia“ in der Nähe des alten katholischen Friedhofs.

Punskas, Kovo 11-osios g. Neues litauisches Kulturhaus.

Punskas. Kapellen auf dem neuen (Norkaus g.) und dem alten (Kovo 11-osios g.) katholischen Friedhof.

Punkas (Dorf). Jüdischer Friedhof.

Punskas, Naujoji g. Protestantischer Friedhof.

Trakiskes. Der alte 1896-1898 erbaute Bahnhof bildet einen Teil der Eisenbahn von „Uznemune“ mit einem inte-ressanten hölzernen Bahnhofsgebäude in russischem Stil.

Die jotwingisch-preußische Siedlung wird bereits gebaut

In Ozkiniai wird auf Initiative von Petras Lukoðevièius die jotwingisch-preußische Siedlung gebaut.

Auf dem Weg zur Siedlung stehen bereits zahlreiche große Steine. Das sind laut Besitzer keine einfachen Feldsteine, sondern Heidengöttchen, die einzigen Zeugen jener Zeit, die die Geheimnisse über die Jotwingen und Preußen verbergen.

P. Lukosevièius hat vor, eine Burg mit vier Türmen zu erbauen. Sie soll mit einem Wassergraben und einer Schutzmauer umgegeben sein. In Zukunft könne die Touristen in den Burgräumen verweilen, das hier eingerichtete Museum und Ausstellungen besuchen sowie die herrliche Natur bewundern. Die Siedlung wird das ganze Jahr hindurch offen sein.

Musik- und Theatergruppen in Punskas

Die Einwohner von Punskas und seiner Umgebung sind Liebhaber der Tänze und Lieder. Demzufolge gibt es hier eine große Zahl von litauischen Volks- und Volkskunde-Musikgruppen sowie Scheunentheater-Truppen. An den kulturellen Veranstaltungen nehmen nicht nur die Schüler und Jugendlichen teil, sondern auch die Erwachsenen. Tänze und Lieder werden von Generation zu Generation weitergegeben, deswegen nehmen am kulturellen Leben ganze Familien teil. Ihr Programm setzt sich aus litauischen Volksliedern und - tänzen zusammen. Sie verbreiten aber auch Gedichte, Musik und Lieder ihres eigenes Landes. Die Musikgruppen-mitglieder sind während der Auftritte meist mit litauischen Volkstrachten bekleidet. Die Musikanten verwenden alte litauische Musikinstrumente.

Die bekanntesten Musik- und Theatergruppen in Punskas sind:

Tanzgruppe „JOTVA“, seit 1951, Leiterin K. Janusaniene

Kapelle „KLUMPE“, seit 1956, Leiter J. Zakaravièius

Chor „DZUKIJA“, seit 1957, Leiter V. Simanauskas

Scheunentheater des LK, seit 1958, Leiterin T. Paransevièiene

Tanzgruppe des LK „VYÈIAI“, seit 2001, Leiterin A. Peèiuliene

Kinder-Musik-Gruppe des LK „PUNIUKAI“, seit 2003, Leiter A. Peèiuliene und J. Zakaravièius

Tanzgruppe des Lyzeums „SALCIA“, seit 2000, Leiterin A. Peèiuliene

Ethnographische Gruppe „GIMTINE“, seit 1989, Leiter K. Sidaris

Fokloregruppe „ALNA“, seit 1996, Leiter V. Batvinskas

Kinder-Tanz-Gruppe „DANCE-MIX“, Leiterin K. Janusaniene

Liedergruppe „SESUPE“, seit 1992, Leiter D. Zimnickas

Außer den erwähnten Ensembles gibt es in Punskas und Umgebung noch viele andere artistische Gruppen. Sie treten auf dem Fest „Saskrydis“ in Burbiskes, auf dem Scheunentheaterfestival in Punskas oder auf dem Fest Mariä Himmelfahrt u.a. Veranstaltungen auf.

Traditionelle Feste und periodische Kulturveranstaltungen

In Punskas und Umgebung werden folgende Feste gefeiert: Fastnacht, Ostern, Mariä Himmelfahrt, Allerseelen, Weihnachten und Silvester. Heutzutage sind viele mit diesen Festen verbundene Bräuche vergessen. Dies wieder zu beleben bemühen sich die litauischen Schulen des Landes Punskas, die Gesellschaft für Ethnische Kultur der Litauer in Polen und das LK in Punskas.

Fastnacht

Dieses Frühlingfest markiert immer das Winter- und Karnevalende. Die litauische Schüler putzen sich zu dieser Zeit mit selbst angefertigten Masken heraus und ziehen als „Zigeuner“, „Juden“ und „Bettler“ durch die Dörfer. An die Türen der Einwohner klopft da ein Ziegenbock, ein Kranich, ein Pferd, ein Knochenmann, ein Teufel, eine Hexe usw. Es wird auch „die Moore”, als Symbol für den Winter, feierlich verbrannt.

Palmsonntag, Ostern und der Weiße Sonntag

Eine Woche vor Ostern, am Palmsonntag, bringen die Leute Palmen in die Kirche (meistensgrüne Zweige von Topfblumen, Wacholder-, Weiden-, Thujazweige oder Gebinde aus getrockneten Blumen oder Pflanzen), um sie zu weihen. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der man sich auf das Osterfest vorbereitet, die Wohnhäuser und die Umwelt werden aufgeräumt sowie das Essen angerichtet. Obwohl man dafür heutzutage nicht mehr so viel Zeit aufwendet wie früher (z. B. wird das Essen häufig fertig gekauft). Folgende österliche Bräuche sind erhalten geblieben: Kurz vor Ostern werden die Ostereier bemalt, die Kreide, das Wasser, das Feuer und das Essen geweiht und es gibt noch die Tradition des „lalauti“ (die Kinder und die Jugendlichen gehen von Haus zu Haus, singen Osterlieder und tragen den Bewohnern feierliche Osterreden vor, wofür sie mit den Pralinen und Kuchen bewirtet werden, manchmal bekommen sie auch Ostereier oder Geld). Die Osterbräuche und ihre zeremonielle Kunst werden besonders von der Gesellschaft für Ethnische Kultur der Litauer in Polen gepflegt, die seit 1997 jedes Jahr am Weißen Sonntag Wettbewerbs-Ausstellung dieser Kunst veranstaltet.

Das Kinder-Tanzfest „Aguonëlë“

Die Veranstaltung findet im April statt. Seit 1995 wird sie im LK in Punskas organisiert. Fest-eranstalter ist das Verein der Litauischen Jugend in Polen. Am Tanzfest nehmen Ensemles aller litauischen Schulen aus Punskas, Seinai und der Region teil sowie Tanzgruppen des LK aus Punskas und dem Litauischen Haus in Seinai.

Poesiefrühling

Das Fest findet Mitte Mai statt. Daran nehmen Dichter aus Punskas und Umgebung teil, Kinderund Jugendlichen der litauischen Schulen und Gäste aus Litauen (berühmte Literaten). Den festlichen Abschlus bildet der Poesieabend am Fuß des Burghügels in Egline. Hier werden Gedichte vorgetragen, klingen Lieder und Musik.

Der Anfang der Tourismussaison

Die Veranstaltung findet entweder am letzten Sonntag im Mai oder am ersten Sonntag im Juni im Tourismus- und Unterhaltungszentrum „Silaine“ am See „Seivu“ statt. Am Fest nehmen Kapellen aus Litauen, Folkloregruppen aus Punskas, Volkskünstler aus Suvalkai und Umgebung sowie aus Polen und Litauen teil.

Der Johannistag (Das Fest von „Rasos“)

Das Fest findet jedes Jahr am Samstag vor dem 24. Juni im Tourismus- und Unterhaltungs-zentrum „Silaine“ am See „Seivu“ statt. Während dieses Festes werden von den Kindern und Jugendlichen der Schulen in Punskas traditionelle Zeremonien abgehalten. Dazu gehört: ein ritueller Eingang durch das Tor, Sammeln von Pflanzen und Blumen, Flechten von Kränzen, Zaubern mit Kränzen und Pflanzen, Lieder und Spiele, Verehrung der Bäume und des Getreides, Abschied von der untergehenden Sonne, Anzünden des zeremoniellen Feuers, Schwimmenlassen der Kränze auf dem See, Lieder und Tänze am Feuer, Suchen nach der Farnkrautblüte, Begrüßen der aufgehenden Sonne. Am Fest nehmen auch „die Nymphen und Hexen“ teil. Auf dem Fest spielen und singen einheimische Folkloregruppen und Gäste aus Litauen.

Das Fest der litauischen Musikgruppen in Burbiskes

Jedes Jahr am letzten Sonntag im Juni findet das litauische Fest „Saskrydis“ in Burbiðkës am See „Galadusis“ statt. Auf der am Fuß des hohen Hügels stehenden Bühne treten alle litauischen Ensembles aus Punskas, Seinai, Suvalkai und Umgebungen auf: Tanzgruppen, Kapellen, Chöre und Liedergruppen. Am Fest nehmen auch Musikgruppen aus Litauen teil.

Tag der Hl. Anna

Das Fest wird am letzten Sonntag im Juli im Tourismus- und Unterhaltungszentrum „Silaine“ am See „Seivu“ mit einem Konzert der Volkskapellen, Lagerfeuer und einem Unterhaltungsabend veranstaltet.

Mariä-Himmelfahrts-Fest und Punskas-Tage

Das Mariä-Himmelfahrts-Fest findet immer am 15. August statt und ist die wichtigste kirchliche Feier der Gemeinde Punskas. Seit Jahren ist ein Brauch erhalten geblieben, und zwar das Flechten der Ernte-Kränze. Die Einwohner jedes Dorfes der Gemeinde Punskas bemühen sich den jeweils allerschönsten und -findigsten Kranz zu flechten. Alle diese Kränze werden während der Prozession um die Kirche herum getragen. Es wird ein Wettbewerb der schönsten Ernte-Kränze veranstaltet.

An diesem Tag findet die Messe der Volkskünstler aus der Region Punskas, aus Polen, Litauen und Lettland statt, wo man handgewebte Stoffe, Häkel- und Stickarbeiten, Keramik-, Ton- und Holzarbeiten, Palmen, Flechtkörbe, Scherenschnitte, Ostereier, Kerzen u.a. kaufen kann. Man kann litauisches Brot probieren und auch kaufen, köstliche Kuchen und süßen Honig. Nach der Messe findet auf dem Kirchhof ein Konzert litauischer Ensembles statt. In der Galerie des alten Pfarrhauses kann man sich eine Ausstellung der Volkskunst und den Herstellungsprozess von verschiedenen Handarbeiten ansehen. Am Abend findet am See „Punia“ ein Konzert und Abendunterhaltung statt.

Zur gleichen Zeit (um den 15. August) finden auch die Punskas-Tage statt: Konzerte und Unterhaltung. Seit 2004 wird ebenfalls das „Brot-, Honig- und Milchfest“ veranstaltet. Am See „Seivu“ wird gezeigt, wie Brot gebacken wird, wie Käse gepresst und dazu vorbereitet wird, wie Butter geschlagen, Honig geschleudert und Erntekränze geflochten werden. Bei lebendiger Musik wird hier auch getanzt und gespielt.

Scheunentheaterfestival im Freilichtmuseum in Punskas

Die Theateraufführungen werden im Juli und August auf der Bühne in der altertümlichen Scheune gezeigt. Am Fest nehmen die einheimischen Spieler und Gäste aus Litauen teil und führen immer nach litauischen, meist komischen Werken inszenierte Vorstellungen auf.

Konzert zu Allerseelen

Allerseelen wird der Verstorbenen gedacht. Um diese Zeit werden die Gräber der Nächsten in Ordnung gebracht und besucht, finden die Kirchenzeremonien und das traditionelle Konzert zu Allerseelen statt.

Die alte Sitte und der Christenglaube fordern uns auf, sich an die verstorbenen Nächsten zu erinnern. Eben das machte den Anfang für das Allerseelenfest, das seit 1974 jedes Jahr Ende Oktober in Punskas stattfindet. Diese Tradition wird vom LK in Punskas gepflegt. Festregisseur und -bühnenbildner war vom Anfang an und ist bis heute Algis Uzdila und ihm hilft seine Frau Alicija.

Das Fest findet am Vorabend Allerheiligen statt. Während des Konzerts werden die Verstorbenen der Region Punskas genannt.

Nach dem Konzert zieht ein Fackelzug unter Trommel-schlag zum Friedhof. Hier werden Kerzen auf den Gräbern der Nächsten angezündet und auf dem Grab eines berühmten Menschen der Region Punskas werden die Blumen niedergelegt und zu seiner Ehre Lieder gesungen sowie die Gedichte vorgetragen.

Treffen der nationalen und ethnischen Minderheiten Polens

Das Fest findet Mitte November im LK in Punskas statt. An den Treffen nehmen Weißrussen, Ukrainer, Tataren, Juden, Roma, Kaschuben, Russen, Deutschen und Litauer teil. Das Programm setzt sich zusammen aus Tänzen und Volksliedern, Poesie, Estradenmusik, Theater und Kabarett. Während der Konzerte findet in der Vorhalle des LK eine Ausstellung statt, die die Volkskunst der am Treffen teilnehmenden Nationen vorstellt.

Weihnachten

Darauf warten am ungeduldigsten die Kinder. In den Wohnhäusern werden die Weihnachtsbäumegeschmückt und wird das traditionelle Heiligabendessen vorbereitet. Die Kinder werden vom Weihnachtsmann besucht, der einen Sack voll Geschenke mitbringt. In der Kirche wird die Weihnachtskrippe aufgebaut.

Das Neujahr

Silvester wird von den Einwohnern der Region Punskas festlich und fröhlich begangen. Seit einigen Jahren kommen gegen Mitternacht die Einwohner am geschmückten Weihnachtsbaum im Zentrum des Städtchens Punskas zusammen, wo litauische Musik und litauische Lieder ertönen, die Neujahrgrüße erklingen, Sektflaschen geöffnet und geleert werden und am Himmel tausende Feuerwerke aufblitzen.

Hochzeitspforte

In der Region Punskas ist noch der Brauch erhalten geblieben, die Pforten-Zeremonie auf dem Weg zu veranstalten, auf den sich nach der Trauung der Hochzeitszug begibt. Früher fuhren die Hochzeitsteilnehmer in vierrädrigen offenen zur Hochzeit geschmückten Pferdekutschen. Als „Sperre” diente meist eine mit grünen Blättern und farbigen Blumen verzierte Schnur. Der Brautwerber (Trauzeuge des Bräutigams) war gezwungen, auszusteigen und die Reisegesellschaft freizukaufen. Das beste Lösegeld war immer eine Halbliterflasche. Ähnliche Hochzeitspforten-Zeremonien fanden ebenfalls an Häusern der Brautleute statt.

Dieser Brauch wurde 1975 von Algis Uzdila und der Tanzgruppe „Jotva“ wieder belebt. Jetzt wird diese Tradition von der Tanzgruppe „Vyèiai” weitergepflegt.

Heutzutage stehen aber an Stelle der Hochzeitspforte Tänzer, die den Hochzeitszug durch volkstümliche Bänder anhalten. Aus dem Auto steigt nicht nur der Brautwerber, sondern auch das Brautpaar. Dann findet ein kurzes Konzert statt, während dessen gemeinsam mit den Brautleuten litauische Volkstänze aufgeführt werden. Danach folgt die Übergabe des „Trauscheins” an das Brautpaar (die Gebote der Brautleute). Es wird das traditionelle litauische Lied „Es sei ein möglichst langes Leben” (in diesem Fall für das Brautpaar) gesungen. Später werden die Brautleute mit Sekt bewirtet. Zugleich ertönt das Lied „Bitter, bitter”. In diesem Moment wird das Brautpaar von Kindern umgegeben. Die Kleinen tanzen so lange um die Brautleute herum, bis sie von den Brautwerbern mit Bonbons und Pralinen ausgelöst werden. Dann muss das Brautpaar nur noch unter der „Glückpforte” durchgehen, die aus den volkstümlichen Bändern der Tänzer gemacht wird. Vor den Brautleuten streuen kleine Kinder Blüten. Das soll dem Brautpaar Fruchtbarkeit und ein einvernehmliches Eheleben bringen.

Die Volkstracht

Die ethnische Region Dzukija war eine der ärmsten Regionen Litauens, deswegen war die Kleidung der hier wohnenden Menschen auch nicht so prächtig und farbig. Die Kleidungsstücke wurden aus Leinen, Baumwolle oder Wolle genäht. Das Hemd war baumwollen und gebleicht. Bei Frauen waren Hemdkragen und -ärmel gestickt, also wurde das Hemd zu einer schönen Bluse. Darüber trugen die Frauen Schnürwesten. Röcke, Westen und Männerhosen wurden aus Wolltuchstoff hergestellt. Die Lieblingsfarben der Kleidung waren grün, dunkelblau, rot, gelb, weiß, schwarz und braun. Röcke und Schürzen wurden früher meist aus kariertem oder gestreiftem Stoff genäht.

Im 19. Jh. waren besonders Röcke aus Kamelwolle populär. Sie waren zumeist einfarbig, und zwar grün, braun oder schwarz.

Die Frauenschürzen, manchmal auch Röcke und Westen waren aus Leinen und Wolle. Unten an der Schürze wurde einfache Falbel oder Häkelspitzenfalbel angebracht. Auf Schürzen wurden meistens Blumenmotive gestickt.

Einen besonderen Teil der Frauen- sowie Männerkleidung bildeten die Bänder. Sie wurden als Gürtel getragen.

Zur Frauenkleidung, als Schmuck, gehörten noch Ketten aus Bernstein oder Glas.

Als Kopfbedeckung trugen die verheirateten Frauen wollene Tücher. Darunter setzten sie noch weiße Mützen auf, deren Ränder sie mit Perlen schmückten. Die Mützen wurden normalerweise mit Stricknadeln oder Häkelnadeln gestrickt.

Bis zum 20. Jh. dienten Holzschuhe (lit. klumpes) als Fußbekleidung. Davon stammt auch die Benennung der dem LK angeschlossenen Kapelle „Klumpe”.

Die festliche Kleidung unterschied sich von der Alltags-bekleidung nur in der Sorte des Stoffes. Z. B. war der Stoff für ein Festtagshemd sehr dünn und gut gebleicht. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. fing man an, baumwollene Hemden zu nähen.

Heutzutage wird die Volkstracht nur während der Konzerte von Tänzern, Sängern sowie und Musikern getragen. Sie ist aber in lustigen Farben gehalten und stilisiert. Mädchen setzen sich oft Kronen auf. Meistens werden die Volks-trachten in Litauen hergestellt.

Nur Folkloregruppen tragen die traditionelle Volkstracht, die der oben beschriebenen sehr ähnelt, sowohl hinsichtlich der Farbgebung, als auch ihrer Bestandteile.

Die Gemeinde Punskas heute

Die Gemeinde liegt im nordöstlichen Teil der Wojewodschaft Podlaskie und gehört zum Bezirk Seinai. Sie wurde am 1. Januar 1973 infolge der polnischen administrativen Neuordnung aus drei Ortschaften, und zwar Punskas, Vidugiriai und Smalenai gebildet. Die Nachbarn der Gemeinde Punskas sind: die Gemeinden Ðipliðkes, Krasnopolis und Seinai sowie im Nordosten Litauen. Auf einer Gemeindefläche von 138,4 Quadratkilometern befinden sich 33 Dörfer. Das Gemeindeterritorium ist von 4611 Einwohnern bewohnt, davon machen die Litauer 80% aus. Im Städtchen Punskas wohnen 1199 Einwohner.

Die Landschaft der Gemeinde ist hügelig und größtenteils bewaldet. Der größte Wald ist „Kreivenu”, von den Einheimischen auch „Giluiðgiris” genannt. In der Gemeinde gibt es einige Seen, zu den größten gehören „Seivis” und „Bokðis”, die kleineren sind „Trumpolaitis”, „Kampuotis”, „Juodelis” und „Punia”. Durch die Gemeinde fließt die „Maricha”, derer nördlicher Teil von den Einheimischen auch „Salcia” oder „Juodoji” genannt wird.

Die Gemeindefläche wird überwiegend landwirt-schaftlich genutzt, obwohl die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse für den Ackerbau ungünstig sind: der Winter ist hier kalt und lang, es gibt wenig Niederschläge. Unter den Ackerböden dominieren die der Klassen IVa, IVb und V. Demzufolge betreiben die meisten Landwirte Viehzucht und Milchproduktion. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden modernisiert und an die EU-Anforderungen angepasst: Viehställe werden erneuert und ausgebaut, mehr Aufmerksamkeit schenkt man dem Landschaftsbau und dem Umweltschutz.

Die Gemeinde Punskas verfügt über eine gut entwickelte Infrastruktur. Etwa 20% der Gemeindestraßen sind asphaltiert, jedes Jahr werden rund 30-50 km der Land-straßen repariert. Auf jedem Bauernhof gibt es Wasserleitung und Telefon. Im Städtchen Punskas ist bereits eine biologisch-mechanische Abwasser-reinigungsanlage in Betrieb.

Die Gemeinde besitzt einen Bahnhof in Trakiskes.

Im Gemeindeamt in Punskas sind die Bereiche Bildungswesen, Kultur und Dienstleistungen konzentriert. Hier gibt es einen litauisch-polnischen Schulkomplex “Darius und Girenas”, das Litauisches Lyzeum des 11. März, einen Kindergarten, eine Bibliothek, ein Postamt, eine Bank, den Verlag „Auðra” (dt. „Die Morgenröte”), Redaktionsbüro (für litauische Druckwerke), die Pfarrkirche, eine Ambulanz, eine Apotheke, zahlreiche Geschäfte und Dienstleistungs-unternehmen.

Punskas ist wegen seiner kulturellen Tätigkeit berühmt. Hier finden das ganze Jahr hindurch verschiedene Veranstaltun-gen statt, an denen nicht nur zahlreiche dem LK und den Schulen angeschlossene Musikgruppen teilnehmen, sondern auch Gäste aus dem Außland und polnischen Städten.

Agrotourismus

Die herrliche Landschaft, die saubere Luft, die Wälder und Seen in der Region Punskas bieten ideale Bedingungen, den Agrotourismus zu entwickeln. In diesem Bereich arbeiten die Selbstverwaltung und der Verlag “Aušra“ in Punskas aktiv. Bei dem Verlag wurde ein Informationszentrum eröffnet, wo man Auskunft über Unterkunft, Gastronomie, Sehens-würdigkeiten und Touristenrouten erhalten kann.

Agrotouristische Höfe in der Region Punskas:

Kampuoèiai. Petras Zimnickas.
Tel. 0048-87-5161058; Haus und Garten am Ufer des Sees “Kampuocio”; 3 Schlafzimmer (4 Betten), Dusche, Toilette, Sauna, eine eingerichtete Küche, ein Wohnzimmer mit Kamin; ländliche Ruhe und saubere Natur.

Ozkiniai. Anele und Valdas Krakauskas. Silas.
Tel. 0048-87-516483, www.punskas.pl/shilas; agrotouristischer Hof „Silas” am See „Seivu”; 3 Zimmer (6 Betten), eine gemeinsame Küche; 2 Zimmer (4 Betten), jeweils mit Bad und Küche; Festraum mit Kamin, für 40 Personen; große Terrasse; Sandstrand, Steg, und Booten.

Ozkiniai. Danute und Algis Sliauzys.
Tel. 0048-87-516136; 3 Zimmer (5 Betten), Toilette, Dusche, Sauna, Kamin; getrennter Eingang; Feuerstätte; Fischfang, Jagd und Pilzesammeln; zum Wald „Oþkiniu” 0,5 km, zum See „Seivu” 3 km, nach Punskas 3 km; sauberer und ruhiger Standort.

Ozkiniai (Silaine). Irena und Albinas Susèevièius.
Tel. 0048-87-5161242, 0048-87-5161712, e-mail: albinas@interia.pl. Das Tourismus- und Unterhaltungs-zentrum: ein Dorfhäuschen mit 5 Zimmern (12 Betten); Sauna, Kamin; Zelt- und Campingplätze; Konferenzsaal, 50 Personen; kleine Imbissstube; Feuerstätte; Volleyball-, Basketball- und Fußballplätze, Schaukel; Wasserräder, Kähne und Segelbretter; Wohnwagen; Rundfahrt mit offenen Pferdekutschen; der See „Seivu”, zum Strand 300 m, zum Wald „Oþkiniu” 50 m; Veranstaltungen: Anfang der Tourismussaison, Johannistag, Tag der Hl. Anna und Sportwettbewerbe. Es werden die Ausflüge nach Litauen organisiert.

Punskas. Elena und Jonas Bobinas.
Tel. 0048-87-5161282; 3 Zimmer (6 Betten), Toilette, Dusche; Kamin; Essen; Feuerstätte; Teich; ruhiger Standort.

Punskas. Vihelmina und Valentas Zukauskas.
Tel. 0048-87-5161255; 3 Zimmer (6 Betten), Dusche; getrennter Eingang; Garten mit Liegestühlen zur Erholung; traditionelles Essen; Fahrräder; ruhige Straße; See, zum Wald 4,5 km.

Sankurai. Irena und Petras Makauskas.
Tel. 0048-87-5171064; ein Landhof, weit ab von Verkehr und Lärm; 4 Zimmer (10 Betten), Toilette, Dusche; getrennter Eingang; Essen; Volleyballplatz, Feuerstätte; Taxiservice; Fahrräder, Rundfahrt mit offenen Pferdekutschen; zum Wald 0,5 km; zu den Seen „Lapûkis” und „Gilvietis” 1,5 km; zum See „Galadusis” 2 km.

Trakiskes. Petras Krakauskas.
Tel. 0048-87-5161315, http://www.punskas.pl/sodas; 17 Zimmer (32+10 Betten); Komfort; Festsaal, Feuerstätte; Rundfahrt mit Pferdekutschen, im Winter Schlitten anstatt Wagen; Fahrräder, Billard, Kinderspielplatz; Fischfang (Teich), Pilzesammeln; Ausflüge nach Litauen.

Regionspeisen

Punskas und seine Umgebung sind für köstliche litauische Speisen bekannt. Litauischer Baumkuchen, das Rauchfleisch „Skilandis”, Brot, Käse und Honig sind bei Touristen beliebte Produkte.

Litauische Regionspeisen kann man im Restaurant „Sodas” in Punskas, im Litauischen Haus in Seinai, und zwar am Büfett „Karciama”, in den agrotouristischen Höfen dieser Region und manche eben auf der am Maria-Himmelfahrts-Tag stattfindenden Messe in Punskas kosten.
Touristen schätzen vor alllem folgende Speisen: „cenakai” (in irdenem Geschirr gedämpftes Gemüse und Fleisch), litauische Reibekuchen mit Fleischfüllung, „cepelinai” (Kartoffelklöße mit Fleischfüllung), „vedarai” (Reibekartoffelwurst), „kibinai” (gebackene Mehlspeise mit Fleischfüllung) mit Rotrübenbouillon, litauische „koldunai” (Mehlspeise mit Fleischfüllung), litauische „saltibarsèiai” (kalte Rotrübensuppe), traditionelle Fleischerzeugnisse wie „skilandis” (geräucherter Schweinemagen mit Schnittfleischfüllung), geräucherter Schinken, Speck, Landwurst (das alles kann man im Fleischladen „Desra” in Punskas kaufen). In Punskas kann man auch originelle Süßigkeiten kosten, und zwar Kuchen wie den Ameisenhaufen, Baumkuchen, die Torte „Napoleon”, Hundertblätterkuchen, Schornstein und Birkenast.

Das sind nur einige der traditionellen Speisen, die in der von den Litauern bewohnten Region Polens serviert werden. Über den Geschmack der erwähnten Speisen kann man nichts schreiben, man muss sie einfach probieren.


Volkskunst

In Region Punskas wurde die Volkskünstlertätigkeit erst dann wieder belebt, als die Gesellschaft der ethnischen Kultur der Litauer in Polen eröffnet wurde. Dank ihrer Vorsteherin A. Vaicekauskienë kann man heutzutage die Arbeiten der Weberinnen, der Stickerinnen, der Ostereiermalerinnen, der Strickerinnen, der Schnitzer und der Schmiede bewundern. Der Großteil der Exponate befindet sich in der Galerie-Ausstellung im alten Pfarrhaus in Punskas. Hier kann man sich die Arbeiten der einheimischen Volkskünstler sowie Volkskünstler aus Litauen nicht nur ansehen, sondern auch kaufen: originelle Gewebe, Bänder, Handtücher, buntfarbige Stick- und Strickarbeiten, die Arbeiten der österlichen zeremoniellen Kunst (Ostereier, Palmen und Scheren-schnitte), irdenes Geschirr und irdene Spielzeuge, Leinengewebe, Tischdecken, und Läufer usw.

Die meisten Volkskünstler kann man auf der am Maria-Himmelfahrts-Tag (15. August) stattfindenden Messe in Punskas treffen. Hier verkaufen die Volkskünstler ihre Arbei-ten selbst, außerdem stellen sie deren Herstellungsprozess vor.

(Deutsch: Rasa Mazalas) 

>>aktualnoœci


Wszelkie prawa zastrze¿one. Wydawnictwo "Ausra" Sp. z o.o. w Puñsku, ©®Bo¿ena Bobin 2005

Microsoft Front Page 2002